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Podiumsdiskussion „Denkmalschutz und Rekonstruktion“
Denkmalschutz und Rekonstruktion stehen in Gegensatz zueinander. Denn Wesenskern des Denkmals ist die Originalsubstanz. Geht diese in großen Teilen verloren, ist der Denkmalstatus gefährdet. Dennoch kommt kaum ein Denkmal ohne behutsame Rekonstruktion aus – sei es, um Kriegs- oder Sturmschäden zu beheben oder um die ursprüngliche Gestalt wieder ablesbar zu machen.
Kölns Denkmäler, etwa die großen Romanischen Kirchen, haben bereits im 19. Jhd. erhebliche Veränderungen erfahren, oft in Zusammenhang mit dem aufkommenden Bewusstsein ihrer Schutzwürdigkeit. Eine weitere Zäsur bilden die massiven Zerstörungen im 2. Weltkrieg. Beim Wiederaufbau mussten unter Zeitdruck weitreichende architektonische und gestalterische Entscheidungen getroffen werden.
In der jüngsten Zeit haben prominente Fälle wie der Frankfurter Römer und die Dresdener Frauenkirche die Wahrnehmung von Rekonstruktion am Denkmal geprägt. In Köln stehen mit den Fischmarkt-Giebelhäusern und der Bastei zwei stadtbildprägende Gebäude in der Debatte. Welche Möglichkeiten einer denkmalgerechten Rekonstruktion es gibt und welche Regeln dabei zu beachten sind, wird in der Podiumsdiskussion mit fünf Experten ausgelotet.
Referenten:
- Thomas Werner, Stadtkonservator Köln
- Ulrich Krings, Stadtkonservator a.D. Köln
- Dr. Petra Sophia Zimmermann, TH Köln
- Sarah Hutt, Bauingenieurin und Restauratorin Köln
- Matthias Beusch, Verein Stadtbild Deutschland Köln
Moderation:
- Martin Lehrer M.A., RVDL Köln
Zeit: Montag, 23. März 2026, 19:30 Uhr
Ort: Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich