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Stadt.Land.KI.

Juni 2 @ 19:00 - 20:00

KI als Retterin des bedrohten Bestands?

Kann künstliche Intelligenz helfen, das baukulturelle Gedächtnis der Stadt zu bewahren – oder beginnt hier bereits eine algorithmische Vorentscheidung darüber, was bleiben darf?

Wenn Verwaltungen personell überlastet sind, gerät die besonders erhaltenswerte Bausubstanz (beB) leicht aus dem Blick. KI könnte dabei helfen, überhaupt erst sichtbar zu machen, was sonst durchs Raster fällt. Sie kann außerdem dabei unterstützen, dass nicht die Finanzkraft oder die personelle Situation einer Stadt oder einer Kommune über den Erhalt baukultureller Werte entscheidet, dass also hier nicht andere Maßstäbe gelten als dort. Denn was ist das eigentlich: „Besonders erhaltenswerte Bausubstanz“? Und wer entscheidet darüber?

Andererseits: Wer soll künftig entscheiden, was als erhaltenswert gilt – menschliches Urteil, institutionelle Kapazität oder algorithmische Vorauswahl? Ist KI hier ein sinnvolles Schutzinstrument für Baukultur – oder nur ein Notbehelf, weil die öffentliche Hand ihre Aufgabe personell kaum noch leisten kann?

Die Veranstaltung fragt danach, wie künstliche Intelligenz helfen kann, erhaltenswerte Gebäude in Köln und anderswo sichtbar zu machen – und welche grundsätzlichen Fragen das für den Umgang mit dem Gebäudebestand aufwirft.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wird das Thema praxisnah beleuchtet – ausgehend vom laufenden Forschungsprojekt „erBe 2045“ der Fakultät für Architektur der TH Köln. Ergänzt wird dieser Einblick durch die darauf aufbauende Dissertation von Matthias Stemmer, die den Einsatz künstlicher Intelligenz im Umgang mit dem baulichen Bestand vertieft untersucht.

Moderation: Susanna Häck (Architektin und Vorstandsmitglied hdak), Prof. Thorsten Burgmer (Fakultät für Architektur – TH Köln), Matthias Stemmer (Fakultät für Architektur – TH Köln)

Stadt.Land.KI. ist eine neue Reihe im Haus der Architektur Köln, die von Susanna Häck (Architektin und Vorstandsmitglied hdak) und Prof. Thorsten Burgmer (Fakultät für Architektur) initiiert wurde. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Stadt, Architektur und Baukultur. Im Zentrum stehen nicht nur technologische Entwicklungen, sondern vor allem die Frage, wie KI unsere Wahrnehmung, Bewertung und Gestaltung der gebauten Umwelt verändert. Die Reihe bündelt praxisnahe Einblicke, kritische Perspektiven und öffentliche Diskussionen zu einem Themenfeld, das unsere Disziplin zunehmend prägt.

Zeit: Dienstag, 02. Juni 2026, 19:00 Uhr

Ort: Kubus, Josef-Haubrich-Hof, 50676 Köln

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Wichtiger Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die tatsächlichen Informationen des jeweiligen Veranstalters. Bitte informieren Sie sich zur Sicherheit nochmals direkt beim genannten Veranstalter.

 

Details

Veranstaltungsort

  • Josef-Haubrich-Hof